Seltene Erden sind gar nicht so selten!

Am 26. Oktober 2018 fuhren die 9. und 10. Klasse nach München ins Museum Mensch und Natur. Thema der Fahrt war eine Sonderausstellung über "Seltene Erden". Beim Einbiegen auf den Parkplatz hieß es aus vielfachem Mund: „Hier waren wir doch schon einmal!"! Schön, dass sich Schüler an Exkursionen erinnern können. Aber diesmal war es ein anderes Thema...

Seltene Erden sind chemische Elemente, ohne die es Smartphones, sowie Notebooks, LED-Leuchten, Elektromotoren und viele andere Hightech-Produkte nicht gäbe. China ist derzeit mit ca. 97% der Hauptlieferant, hat aber die Ausfuhr beschränkt. Dies trieb die Preise in die Höhe. Daher wird auch an anderen Standorten nach diesen Seltenen Erden mit ihren besonderen chemischen Eigenschaften gesucht. Interessant ist auch der Name Seltenen Erden, da diese weder selten (häufiger Bestandteil der Erdkruste, allerdings sehr schwer von anderen Elementen zu trennen) noch Erden (es sind keine Erden=veralteter Name für Oxide sondern chemische Elemente, vorwiegend Metalle) sind.

Die RS 9 nahm an dem Quiz SOKO Madagaskar teil. Als Detektive klärten sie den Mord an der Lagerstättengeologin und Spezialistin für Seltene Erden auf, die eine neue Gewinnungsmethode für ein spektakuläres Vorkommen in einem Naturschutzgebiet auf Madagaskar vorstellen wollte. Die Haupteinnahmequelle der Bevölkerung auf Madagaskar ist der sanfte Tourismus, und die wäre durch den normalen Abbau der Seltenen Erden im Tagebau gefährdet.

Am Ende war den Schülern klar, dass das Recyceln jeglichen Elektroschrottes mit dazu beitragen kann, die häufig umweltschädliche Förderung von Seltenen Erden zurückzufahren. Die RS 10 wurdevon Dr. Simone Gaab durch die gesamte Ausstellung der Ressourcen unserer Erde geführt. Sie lernten dort viele Rohstoffe unserer modernen Gesellschaft kennen. Es ging um Steinsorten (Verwendung als Baumaterialien), fossile Brennstoffe, bis zu den Seltenen Erden, ohne die moderne Technik undenkbar geworden ist.

​Im Anschluss wurden aus den Schülern Hobbygeologen, die durch verschieden Methoden (Strichfarben, Magnet und Lupe) lernten, unbekannte Mineralien zu bestimmen.

In einem letzten Schritt sollten die Schüler die „gefundenen" Mineralien deren Verwendung in modernen Handys zuordnen. Die modernen Handys der Schüler der RS10, zusammen mit einer sehr guten mobilen Datenverbindung und ausgeprägte Fähigkeiten beim Umgang mit der Google-Suche, ermöglichten eine nahezu hundertprozentige Trefferquote. Am Ende gab es auch ein Lob von Frau Gaab, sie habe bisher eher selten eine so aufmerksame und aktiv beteiligte Klasse durch die Ausstellung begleitet und geführt.


Erlesenes am Vorlesetag mit talentierten Vorleseri...
Die siebten Klassen im Boulder- und Soccercenter