Konfrontiert mit einer Frage

Wie können alle Menschen, bei der stetig wachsenden Weltbevölkerung, in Zukunft friedlich leben und sich ernähren?

Am 27. Oktober 2017 fuhren wir zusammen mit der 10. Klasse und Frau Heim sowie einem Junglehrer mit dem Bus nach Ulm. Ziel der Reise war das "Museum der Brotkultur" in Ulm.

Die ersten Fragen vorab lauteten: können wir dort Brot essen? – sehen wir dort, wie Brot gebacken wird? Aber das Thema unserer Exkursion war ein ganz anderes. Das Museum beschäftigte sich im Rahmen einer Sonderausstellung mit der Ressource Erde, die nicht nur Lebensraum für ca. 7,5 Milliarden Menschen (Tendenz exponentiell wachsend – wie wir lernten) und unzähligen Tieren und Pflanzen ist, sondern auch die Grundlage aller Nahrung.

Nachdem unser Busfahrer bei einem kleinen Unfall in einer Ulmer Baustelle noch für Aufregung gesorgt hatte und dabei eindeutig demonstriert hatte, was der Begriff „Sicherheitsglas" bei einer Busscheibe bedeutet, wurden wir im Museum von Frau Wunderlich empfangen und zuerst in den 2. Stock geleitet. Dort wies uns unsere Führerin darauf hin, wie wertvoll Wasser und Brot bereits im alten Ägypten war und zog dabei die Schüler mit ihrem Vorwissen sofort in ihren Bann. Dann ließ sie die Schüler und uns Begleitpersonen vor einer Zähluhr für die Weltbevölkerung staunen. Im Schnitt wächst die Weltbevölkerung pro Sekunde um 2,4 Menschen.

Abschließend führte uns Frau Wunderlich im Erdgeschoss durch die Sonderausstellung. Wie wertvoll die Erde ist, führte uns eine documenta-Künstlerin in Form einer Erdbarren-Installation vor Augen – Erde so kostbar wie Goldbarren! Staunend standen wir vor dem Modell des Konzeptes der Universität Hohenheim für Sky Farming – Anbau von Miniweizen ohne Erde und natürliches Licht auf kleinstem Raum, aber über mehr als 30 Stockwerke. Der einzige Nachteil derzeit ist der enorm hohe Energieverbrauch.

Zum Schluss wurde uns noch das wissenschaftliche Projekt Biosphere2 erklärt, eine künstliche Atmosphäre in der Wüste Arizonas in den 1990er-Jahren, in dem acht Menschen zwei Jahre lang autark lebten. Unser Schüler hörten staunend, dass dieses Projekt vorzeitig abgebrochen werden musste, weil die in der Biosphäre lebenden Menschen mehr Sauerstoff verbrauchten als die Pflanzen produzieren konnten!

Zum Abschluss unserer Fahrt besichtigten unsere Schüler noch das Stadtzentrum Ulm und manche bestiegen den mit 161,63m höchsten Kirchturm der Welt. Zufrieden machten wir uns auf den Rückweg nach Augsburg.


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